Influencer Marketing

Aus dem Begriffsguide der CIC.


Es ist das Wort in aller Munde.

Influencer (Marketing) verbreitet sich derzeit in Fachzeitschriften und Diskussionsrunden wie die zugegebenermaßen sehr ähnlich gesprochene Grippe. Marketingexperten prophezeien mit dem Aufkommen der neuen Marketingform ein Ende des Glaubwürdigkeitsproblems der Werbung, und Unternehmensbosse sehen sich bei dem Klang des Wortes in Geld baden wie Dagobert Duck.

Klar werden wir da neugierig was das Influencer-Marketing zu so einem vielversprechenden Werkzeug macht. Also haben wir uns informiert und eine ganze Menge Wissen in uns aufgesogen. Und das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Influence kommt aus dem Englischen und bedeutet Einfluss.

Influencer sind demnach also Menschen, die andere Menschen in ihrer Meinungsmache beeinflussen. Und das passiert heutzutage – ganz genau - insbesondere durch den Einsatz von Social Media. Klassische Influencer sind demnach Blogger, Stars, aber auch Journalisten, Politiker oder das „Cool Girl“ der Klasse, das 90% seiner Zeit auf Snapchat und Co. verbringt. Kurz gesagt; alle jene die in ihrer „Community“ eine Vorbildfunktion oder gar Expertenstatus einnehmen, können sich stolz als das bezeichnen, was die moderne Welt gerade erst hervorgebracht hat. Und sie genießen ein ganz besonderes Privileg; das Vertrauen von seinen Followern.
Und damit sind wir am Knackpunkt der Geschichte.

Während die klassische Werbung immer häufiger (und meist sogar zu recht) mit ihrer fraglichen Glaubwürdigkeit konfrontiert wird, eifern Follower ihren Vorbildern und deren Meinungen und Empfehlungen regelrecht nach. Das Ziel des Influencer Marketings ist es, solche Influencer zu finden und als Botschafter für eine Marke oder ein Produkt einzusetzen.

Drückt ein Blogger seine Leidenschaft zu einem Produkt/einer Marke aus, nehmen sie damit mehr Einfluss auf die Markenwahrnehmung ihrer Follower als es klassische Werbung je könnte. Der Grund dafür; über den Umweg Vorbild wird Werbung nicht mehr als solche wahrgenommen.
Statistiken bestätigen dieses Vorgehen; sie zeigen, dass Menschen selbst den Empfehlungen Fremder mehr Vertrauen schenken als Werbebotschaften. Online-Bewertungen sind dafür das beste Beispiel.

Ein weiterer entscheidender Vorteil an dieser Form des Marketings ist die kostengünstige Verbreitung. Einmal gepostet, verbreiten sich beliebte Beiträge wie von selbst im Netz und sammeln mit Kommentaren und Likes wertvollen Traffic, der dem Beitrag in Suchmaschinen wiederum zu einem höheren Ranking verhilft.

Die Herausforderung für Unternehmen im Influencer Marketing ist es also einmal nicht Inhalte zu kreieren. Zur größten Herausforderung wird die Suche nach dem passenden Influencer. Diesen gilt es dann noch mit viel Überzeugungskraft und Budget von sich oder seinem Produkt zu begeistern. Denn für einen Menschen der sich seinen Unterhalt durch die Bewunderung anderer verdient, ist Authentizität ein sehr hohes Gut, und das ist nicht immer käuflich.